Wo ich bin?
Seit dem 5. September 2008 bin ich nun hier in Chile und das voraussichtlich bis zum 25. Juli 2009. Mein genauer Aufenthaltsort ist ein Dorf in der Nähe von Temuco (weiß noch nicht genau welches), das liegt rund 600km südlich von Santiago de Chile (die Hauptstadt).
Was ich mache?
Meine Arbeit besteht aus zwei großen Teilen. Zum einen arbeite ich mit den Indianerkindern, halte Kinderstunden und organisiere Rüstzeiten. Zum anderen fahre ich zu einzellnen Familien und lese ihnen aus der Bibel vor (der Großteil kann weder lesen noch schreiben).
Warum ich das mache?
1. Petrus 4, 10: „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“
Dies ist der Wunsch, welcher tief in meinem Herzen verwurzelt ist, einander dienen mit dem, was Gott einem gegeben hat. Ich möchte den Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie mir, die mit ihrer Kraft am Ende sind und nicht mehr wissen wie es weiter gehen soll! Sehr wichtig ist es für mich Erfahrungen im Bereich der Annahme zu sammeln. Wie verhalte ich mich gegenüber vollkommen anders lebenden bzw. denkenden Menschen, wie gehe ich auf sie zu, um ihnen eine Stütze zu sein und wie kann ich ihnen am Ende Liebe und Freude ins Herz schenken? Ja, durch ein Lächeln, einen Handgriff, ein paar nette Worte möchte ich Menschen zeigen, wie ER uns glücklich machen kann, wenn wir sein Geschenk der Gnade annehmen. Mir brennt es im Herzen sagen zu können, wer mein liebender Vater im Himmel ist bzw. denen eine Hilfe zu sein, die dies als ihren Lebensweg und -Inhalt gewählt haben! Ich möchte mich nicht länger vor dem Leid und Elend auf dieser Welt verschließen und einfach in meinem behüteten Umfeld so wie bisher weiter leben, sondern das Leben „auf der anderen Seite“ kennen lernen. Mir ist bewusst, dass die nicht immer einfach sein wird, aber ich will so gern eine Dienerin Gottes sein und damit all den anderen Menschen dienen. Weiterhin finde ich es auch sehr interessant einmal auf andere Kulturen und Lebensweisen zu stoßen und sie auf gewisse Art und Weise lieben zu lernen. Außerdem lerne ich mit Vergnügen eine andere Sprache. Mein sechsmonatiger Aufenthalt in Frankreich hat mir bereits die Vorzüge des Kennenlernens einer neuen Sprache gezeigt und ich konnte mich schon in Toleranz und Anpassungsfähigkeit üben. Ansonsten leite ich Montagnachmittag das so genannte Kindertheater „Farbenspiel“ unserer Gemeinde, in welchem es uns darum geht Kindern, im Alter von 4-9 Jahren, von Jesus Christus zu erzählen und sie auf verschiedene Art und Weise an den Glauben heranzuführen. Wie zum Beispiel durch Spiele, Lieder und Theaterstücke, an denen sie sich mit Begeisterung beteiligen. Deshalb kann ich sagen, dass mir die Arbeit mit Kindern sehr viel Freude bereitet und ich gern mit ihnen meine Zeit verbringe. Insgesamt geht es mir bei solch einem Einsatz wirklich um die Menschen, die Hilfe benötigen und darum, Gottes Ruf, allen Menschen auf dieser Welt von Jesus zu erzählen, zu befolgen.
